SIGMUNDs FREUD’ an Twitter

Sigmund FreudDas hätte ihm sicher gefallen: Freiwillige Probanden ohne Ende, von denen viele einen täglichen kleinen Blick in den Zustand ihres Seelenlebens gestatten. Weder muss der Patient dazu in die Praxis kommen, noch muss der Analytiker seinen Schreibtisch verlassen.

Für psychologische Studien geradezu ideale Bedingungen. Man mag einwenden, dass die starke Begrenzung der Tweets keinen wirklichen Einblick ermögliche. Nach meiner Erfahrung macht die kontinuierliche Zeitreihe, pardon “Timeline”, dieses Manko mehr als wett. Ich verfolge u.a. die Tweets mir weitgehend unbekannter Menschen und habe das nicht unbegründete Gefühl, von ihnen nach kurzer Zeit ein Psychogramm zeichnen zu können.

Allerdings habe ich dieses Prinzip mittlerweile selbstreflexiv auf meine eigenen Tweets angewendet. Das Ergebnis hat mir nicht unbedingt gefallen, wohl auch weil es durchaus stimmte.

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